Filmpreis

Der Werner Herzog Filmpreis 2026 geht an
Jack Weisman & Gabriela Osio Vanden für ihren Film NUISANCE BEAR.

Die Werner Herzog Stiftung verleiht einmal jährlich den mit 5.000 Euro dotierten Werner Herzog Filmpreis. Der Preis kann an Spielfilme, Dokumentarfilme, an einen Filmemacher, Schauspieler oder an Personen jeder Nationalität vergeben werden, die mit Mut, Entschlossenheit und Visionen im und um den Film herum arbeiten. Es gibt keine Anmeldevorschriften und keinen Wettbewerb.

Der Filmpreis 2026 der Werner Herzog Stiftung wird verliehen an

Jack Weisman & Gabriela Osio Vanden für ihren Film NUISANCE BEAR

Werner Herzog sagt zur Verleihung des Filmpreises 2026:

"Der Film handelt von einer jährlichen Eisbären Plage in der Stadt Churchill im Staat Manitoba am kanadischen Polarkreis. Die Bären werden als unerwünschte Nachbarn verjagt und müssen zudem mit Horden von Touristen, Jägern und Beamten des Naturschutzes zurechtkommen. Sie nehmen Zuflucht auf der städtischen Müllhalde.

Die Geschichte ist mit der persönlichen Tragödie eines Inuit Älteren verwoben, der der Erzähler in seiner Sprache, Inuktitut, ist. Nicht nur die Bären zahlen den Preis für das zutiefst gestörte Verhältnis von Zivilisation und Wildtieren – hier wird eine Parallele zu dem hohen Preis der Inuit Ureinwohne für eine Siedlung aufgezeigt, die rein kommerziellen Zwecken dient. Der Film zeigt eine ganz neue Perspektive, ohne didaktisch zu sein: Sind es nicht etwa wir, die das eigentliche Ärgernis, die wirklichen Störenfriede sind?

NUISANCE BEAR ist ein mutiger Film, erfrischend jung und wegweisend. Mit seiner Schönheit, seiner Trauer und seiner tiefen Einsicht geht er weit darüber hinaus, was man in Tierfilmen zu sehen bekommt."

NUISANCE BEAR ist ein dokumentarischer Langfilm unter der Regie von Jack Weisman und Gabriela Osio Vanden. Der Film, der die komplexe Beziehung zwischen Eisbären und Menschen in Churchill beleuchtet, entwickelt ihren vielfach ausgezeichneten gleichnamigen Kurzfilm aus dem Jahr 2022 weiter. Seine Weltpremiere feierte er im Wettbewerb U.S. Documentary Competition des Sundance Film Festivals 2026, wo er mit dem Grand Jury Prize for Documentary ausgezeichnet wurde.

Jack Weisman, ein amerikanisch-kanadischer Dokumentarfilmer und Kameramann, der in Ithaca im Bundesstaat New York aufwuchs, studierte Film in Toronto. Gemeinsam mit seiner Partnerin Gabriela Osio Vanden, einer venezolanisch-kanadischen Filmemacherin und Kamerafrau mit einem Hintergrund in Malerei und Tanz, realisiert er visuell eindrucksvolle und originelle Filme. Darüber hinaus ist Weisman Mitbegründer von Documist, einer mit einem Emmy und einem Peabody Award ausgezeichneten Produktionsfirma mit Standorten in New York City und Toronto.

Die Preisverleihung mit anschließender Vorführung des Films findet am
Freitag, 18. Dezember um 19 Uhr im Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz, 1 statt.
Jack Weisman und Gabriela Osio Vanden und Werner Herzog werden nach der Filmvorführung ein Gespräch auf der Bühne führen.

Begrenzter Kartenverkauf.